Gottlieb03

Gottlieb Friedrich Frhr. von Erffa (1761 – 1823) war am Hof der verwitweten Herzogin Eleonore von Sachsen-Meiningen als Ober-stallmeister in einer leitenden Stellung tätig. Neben der Begleitung der herzoglichen Familie auf Reisen und diplomatischen Geschäften (Vertretung seines Landes auf dem Wiener Kongress) gehörte zu seinem Aufgabenbereich auch die Ausstattung der fürstlichen Residenzen und Parks. Gründlich befasste er sich mit den Mode-strömungen der Zeit. Uns sind aus seinem Besitz Zeichnungen von Möbelentwürfen erhalten geblieben.

 

 

Stuehle-entwurf02

Ruecken-entwurf

Stuhlentwürfe

Entwürfe von Rückenlehnen

 

 

 

Durch die Heirat der Prinzessin Adelaide mit dem englischen Thronfolger Wilhelm IV. Herzog von Clarence bekam der kleine Meininger Hof 1818 plötzlich weltpolitische Bedeutung.

 

 

Wilhelm

Gottlieb Friedrich v. Erffa kaufte aber nicht nur für den Hof ein hochwertiges Mobiliar. Er ließ vieles auch selbst fertigen und sein eigenes Haus in Meiningen und sein Schloß Niederlind in Thüringen bestens ausstatten.

In dieser Atmosphäre wuchs sein Sohn Ferdinand Freiherr von Erffa (1796 – 1864) auf.

Nach einem Studium generale in Göttingen wurde Ferdinand Frhr. v. Erffa Kammerherr und wirklicher geheimer Rat am Hof des Herzogs Ernst I von Sachsen Coburg Gotha.

 

 

Er war neben vielen anderen Aufgaben der Verwaltung mit der Erhaltung und Ausstattung der Schlösser, Residenzen und Jagdsitze seines Landesherrn betraut. Der Coburger Hof war durch die Heiraten seiner Prinzen mit fast allen Dynastien in Europa eng verwandt. Leopold König der Belgier war ein Bruder des Herzogs.

Albert, der Sohn des Herzogs Ernst I wurde englischer Prinzgemahl, als er Queen Victoria heiratete. Ähnlich eng waren die Beziehungen zum Zarenhof und nach Portugal.

Das Mobiliar des Herzogs Ernst I. ist in den Coburgischen Schlössern Ehrenburg, Callenberg und Rosenau der Nachwelt weitgehend erhalten geblieben. Weniger vollständig ist es in den thüringischen Residenzen Schloß Friedenstein, Molsdorf, Friedrichswerth, Reinhardsbrunn und Tenneberg. Höchst beachtenswert sind die Möbel aus der Neuwieder Manufaktur Röntgen, die heute meist auf Schloß Callenberg besichtigt werden können.

In der Napoleonischen Zeit war man dann natürlich zunächst an Pariser Mobiliar interessiert, auch wenn es sich der hochverschuldete Hof eigentlich kaum leisten konnte.

Mit der Umgestaltung der Residenz Schloß Ehrenburg im neugotischen Stil nach Entwürfen von F. Schinkel tauchte dann auch das ein oder andere Möbel mit gotischen Elementen auf.

 

 

Entwurf-1

Die schlichten Biedermeierstühle, wie wir sie heute schätzen, wurden nicht in den Repräsentations-räumen genutzt, sondern eher in den kleinen Jagdschlössern oder den Kammern der Hofbediensteten.

Auch unser Ururgroßvater Ferdinand stattete sein eigenes Haus mit einer Fülle von Mobiliar aus.

 

 

 

entwurf-2

Die besten Stücke, die zeitlich zwischen spätem Klassizismus, Zopfstil und klassischem Biedermeier datieren, haben wir zunächst eigentlich nur für den Eigenbedarf nachgearbeitet.

 

 

Unsere Freunde waren von diesen originalgetreuen handwerklich präzise gearbeiteten Kopien so angetan, dass sie uns fragten, ob man nicht auch bei uns ein paar Stühle kaufen könnte. Und so entstand unsere Stuhlmanufaktur.

Bewusst beschränken wir unser Sortiment auf Stühle. Im Antiquitäten-handel sind Biedermeierstühle aus der Zeit rar. Noch seltener sind sechs acht oder mehr gleiche Stühle erhältlich. Stühle aus der Originalzeit sind fast immer so abgenutzt und verschlissen, dass man sie nicht mehr täglich benutzen kann.

Erffa

Wir haben Freude an unseren Möbeln und an dieser Freude wollen wir Sie teilhaben lassen.

Georg Frhr. v. Erffa   Peter Frhr. v. Erffa